Von der „Schnapsidee“ aufs WM-Podium: Grandioser 3. Platz für Arndt und seine Staffel in Samorin!
Es ist schon kurios, was aus einer vermeintlichen „Schnapsidee“ im Jahr 2023 entstehen kann. Damals beschlossen Andrea und Arndt, im darauffolgenden Jahr als Staffel beim legendären Triathlon in Roth an den Start zu gehen. Seit dieser Initialzündung hat sie das Jagdfieber gepackt: Zusammen mit Dennis Krönkemeier, dem Landestrainer des NRWTV, steht das eingespielte Trio seitdem bei vier bis sechs Wettkämpfen pro Jahr gemeinsam an der Startlinie.
Dass dieser Weg sie einmal bis zu einer Weltmeisterschaft führen würde, hätten sie damals wohl selbst nicht geglaubt. Doch nach der erfolgreichen Qualifikation im Vorjahr hieß es am vergangenen Pfingstwochenende tatsächlich: The Championship – die Challenge Family WM in Samorin (Slowakei) – das Team ist dabei!
Und die Reise hat sich mehr als gelohnt: In einem hochkarätigen internationalen Feld erkämpfte sich die Staffel den sensationellen 3. Platz auf dem WM-Podium!
Die Fakten zum WM-Erfolg auf einen Blick
- Event: Challenge Family Weltmeisterschaft – The Championship 2026 (Samorin, Slowakei)
- Kategorie: Mixed-Staffel (Mitteldistanz)
- Team: Andrea (Schwimmen), Arndt (Radfahren), Dennis Krönkemeier (Laufen)
- Gesamtzeit: 4:24:20 Stunden
- Platzierung: Platz 3 (Bronzemedaille) 🥉
Der erste Gegner: Ein brutaler Temperaturschock
Die größte Herausforderung wartete diesmal nicht nur in Form der starken internationalen Konkurrenz, sondern vor allem beim Blick auf das Thermometer. In der Woche vor der Abreise hatte Arndt seine Trainingsrunden zu Hause noch in voller Winterausstattung bei frostigen 6 °C am Morgen absolviert. In Samorin empfing sie der Sommer dann mit über 30 °C im Schatten.
Um nichts dem Zufall zu überlassen, nutzte das Trio die Tage vor dem Rennen intensiv, um die Strecken abzufahren, anzulaufen und sich mit den extremen Bedingungen vertraut zu machen.
Andrea trotzt den Eisbällen der Donau
Andrea erwischte beim Start zweifellos die härtesten Bedingungen. Während die Luft brannte, war das Wasser der Donau mit rund 16 °C saukalt. Nach dem Startschuss verlor sie im dichten Getümmel die absolute Führungsgruppe zwar kurz aus den Augen, ließ sich davon aber keineswegs aus dem Konzept bringen. Gewohnt souverän fand sie ihren Rhythmus, spulte eine starke Pace von 1:41 min/100m ab und kam als bärenstarke Vierte der Mixed-Wertung (Gesamtrang 9) aus dem Wasser, um an Arndt zu übergeben.
Hitzeschlacht und Kampf am Limit auf dem Rad
Insgesamt 27 Staffeln waren am Start, davon 13 in der Kategorie der Mixed-Teams – also 12 direkte Konkurrenten. Direkt beim Wechsel musste Arndt zunächst eine gegnerische Staffel passieren lassen, doch sein Ehrgeiz war gepackt: Ein 40er-Schnitt sollte es auf dem Zeitfahrrad werden!
Bis zum Wendepunkt ging der Plan voll auf (Durchgangszeit 01:07 Stunde), doch auf dem Rückweg forderte das brutale Tempo bei den heißen Temperaturen seinen Tribut. Die hintere Gesäßmuskulatur machte komplett zu, jeder einzelne Tritt war ab da mit purem Schmerz verbunden. Auf den letzten 10 Kilometern brach der Schnitt auf knapp 30 km/h ein. Am Ende rettete sich Arndt mit einem Gesamtschnitt von immer noch starken 37 km/h und völlig erschöpfter Beinmuskulatur in die Wechselzone. Platz 5 beim Wechsel auf Dennis.
Dennis läuft bei mörderischer Hitze aufs Podest
Jetzt lag es am NRWTV-Landestrainer, die Kohlen aus dem Feuer zu holen – und Dennis lieferte eine absolute Meisterleistung ab. Bei inzwischen mörderischen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke brannte er einen sensationellen Halbmarathon auf den Asphalt. Mit einer grandiosen Pace von 3:56 min/km flog er förmlich an der Konkurrenz vorbei und machte zwei Plätze gut.
Doch auch für ihn wurde der Lauf in der Gluthitze auf den letzten zwei Kilometern zum puren Willenskampf. Dennis biss sich durch und brachte die Staffel mit der hervorragenden Zielzeit von 4:24:20 Stunden sensationell auf den Bronze-Rang.
Ein Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hat
Die Erleichterung und Freude im Ziel waren riesig. Das Team lag am Ende knapp fünfeinhalb Minuten hinter dem Silberrang und konnte sich zwei Minuten Vorsprung auf die Viertplatzierten sichern.
Ein absolut grandioses Erlebnis und ein historischer Erfolg für die drei Athleten: Platz 3 bei der Weltmeisterschaft – ein Ergebnis, mit dem im Vorfeld niemand gerechnet hatte!
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